Alle Jahre wieder rufen Ecki, Gunar und Tamás die LADAfans nach Zabeltitz. Auch in diesem Jahre fanden sich wieder 73 Fans in 36 LADAs in Zabeltitz ein, um die LADAtreffensaison 2018 mit uns zu eröffnen. Auch dieses Mal hatten wir nationalen, internationalen und multinationalen Besuch aus Sachsen, Brandenburg, Franken, Sachen-Anhalt, Berlin, Hessen sowie Österreich, Bulgarien, Ungarn und Rumänien. Dass die LADAs aus Russland sind, versteht sich (fast) von selbst!

Wie gehabt, reisten die üblichen Verdächtigen bereits am Freitag an, um die Ruhe vor dem Sturm zu genießen bzw. die weite Anfahrt besser einplanen zu können und so saß man bereits zu 14 gemütlich in der Kutscherstube beisammen, um den Abend in Gemeinschaft ausgklingen zu lassen. Sogar Uwe war mit Andy sehr "zeitig" dagewesen - dafür schon mal ein extra Lob!!! Auch wenn wir gegen Mitternacht raus mussten, war die Nacht für Uwe, Andy und mich erst gegen 2:30 zu Ende, denn wir plauderten noch angeregt, doch sachlich im Pensionszimmer weiter!

Leider war gegen 8:00 die Nacht schon wieder vorbei, denn wir "wollten" ja schon frühstücken, um dann rechtzeitig gegen 9:00 auf dem Palais-Vorplatz zu sein. Naja, so richtig wollte es dann doch nicht klappen (wie immer), da sich ein kleines "Gegentreffen" entwickelte und einige LADAs zum Parkplatz vor der Schmiede kamen statt auf den Palais-Vorplatz :-) Aber auch wir begaben uns letztlich zum richtigen Treffpunkt, ich bevorzugte doch tatsächlich das Laufen!
Nach und nach füllte sich der Platz, ich verteilte die Essenmarken - ich hätte mal einen Fitnesstracker laufen lassen müssen - es waren einige Schritte gewesen :-) Auch Herr Müller von der Sächsischen Zeitung war wieder vor Ort und interviewte einige Gäste. Diesmal gerieten Claudia und József (meine ungarische Verstärkung!) mit dem weißen 2105er ins engere Visier von Manfred. Aufgrund des sehr hohen Niva-Anteils habe ich mich sehr über die Novas, Kalinas, Prioras und Samaras sowie dem einen 2102er und 2103er gefreut. Gerade die Shigulireihe wird sonst ungern im Januar schon auf die Straße geholt.

Nachdem sich fast alle pünktlich auf dem Platz eingetroffen hatten, ging es wie immer vor zum Gasthof Zabeltitz. Aber eh so eine Meute mal in die Gänge kommt... :-) Im Gasthof konnten wir uns aufwärmen, zum anderen konnten wir uns für das weitere Programm nochmals gescheit stärken. Ich hielt wie immer meine "kurze" Rede und erläuterte nochmal den Programmablauf, während die Ersten schon ihr Mittagessen bekammen und ich sogar noch Bonbons von "MADE in RUSSIA" fein verteilte - vielen Dank hierbei an Dimitri Schwab. Mit dem Essen ging es doch ziemlich zügig voran. So ging es wieder zurück zu den LADAs und wir starteten unsere Ausfahrt nach Pulsnitz. Über idyllische Landstraßen und durch mehrere Wälder war der Konvoi in einer schönen Formation nur so dahingeglitten. Ich durfte bei Lisa im mattschwarzen Niva auf ihren selbst mit Kunstleder bezogenen (!) Sitzen Platz nehmen! Dafür, dass sie vielleicht sogar die jüngste Nivafahrerin in der deutschen Nivaszene ist, fährt sie ihren absolut tadellos! Es gab auch zwei kurze Fotostopps. Zuerst bot sich ein Fotostopp bei Schönborn an, weil Ecki dann auf einer Anhöhung stand und ein gutes Fotos von der "Meute" machen konnte. Der zweite war sogar bei "Linz", eine kleine Geste an Joachim aus der Nähe des österreichischen Linz. Hier zischte einer der Nivas auch mal fix "links" an uns vorbei, um dann den Tross beim Weiterfahren wieder zu filmen / fotografieren wie schon beim Start in Zabeltitz. In den Wäldern konnten wir aber leider auch die vielen Baumschäden der letzten Stürme besichtigen, nicht nur von "Friederike". Es ist schon erstaunlich, was der Wind anrichten kann, auch in unseren Breiten. 

In Pulsnitz angekommen - sogar überpünktlich trotz Verzug beim Start - warteten wir kurz auf "Madame Rosa" und wurden von Ihr dann vortrefflichst in Pulsnitz empfangen und zu mehreren Sehenswürdigkeiten der "Pfefferkuchenstadt" geführt. Immer wieder fielen die Schneeflocken - aber es gab schon mehr Winter zu unseren Treffen. Das Puppentheater inkl. Sternwarte war ebenso interessant und bot uns die Möglichkeit, sich aufzuwärmen. Da unser Parkplatz gleich ums Eck war, ging es dann auch gleich zu den LADAs und die Rückfahrt nach Zabeltitz konnte auf relativ direktem Weg erfolgen. Da Ecki und Christine die Überraschung vorbereiteten und die Führung ausließen, musste ich dann den "Führer" spielen und stieg beim André in den 2103er ein und sagte, wo es lang geht. Durch das Dunkelwerden und einigen Ampeln zerstreute sich die Meute zwar mal wieder, aber es fanden sich alle in Zabeltitz wieder ein.

Auch wenn einige gleich die Parkschänke ansteuerten, war doch die Mehrzahl wieder vorm Palais angekommen und wir gingen ins Palais, um Eckis Überraschung zu erleben. Auch ich wusste nichts. Rainer hatte zwar so eine Ahnung und er sollte Recht behalten! Ecki gab seine Klavierspielkünste zum Besten und spielte einige Auszüge aus klassischen Stücken. Teilweise wurde er musikalisch von Christine begleitet. Wir waren überrascht, was der Ecki doch so drauf hat neben dem LADAfahren. Meine persönliche Überraschung war ein überreichter Blumenstrauß von Christine und Ecki, weil ich übe die vielen Jahre mitunter die Organisation fast alleine mache, wenns bei Ecki und Gunar mal schlecht ist wie in diesem Fall. Über diese Geste habe ich mich natürlich sehr gefreut und bestärkt mich weiterhin, auch die mindestens nächsten 15 Zabeltitzer LADAtreffen wieder und weiter mit zu organisieren und natürlich daran teilzunehmen. Nach der Konzerteinlage ging es dann (endlich) rüber in die Parkschänke, einigen knurrte schon langsam der Magen, mich eingeschlossen :-)

Leider mussten wir uns aufgrund der hohen Personenzahl in der Parkschänke leider aufteilen und rückten dann nach und nach in der Kutscherstube zusammen. Uwe überreichte ebenso als Dankeschön für die jahrelange Organisation und zum 15. Jubiläum einen Blumenstrauß an Ecki und Christine - ich war ja wegen eines Gespräches mit einem sehr jungen Teilnehmer (Kinder gehen bei mir immer vor!) leider zur Übergabe verhindert. Nach meiner üblichen Abendbrot-Pflichtrunde kam ich dann auch zum Bestellen und Abendbroten. Nach und nach verabschiedeten sich die Tagesgäste - da merkte ich wieder, wie kurz so ein Tag sein kann und immer wieder aufs Neue viel zu schnell vorbei ist. Gegen Mitternacht mussten wir wieder raus und somit zogen wir uns in die jeweiligen Kojen zurück. Jogi verplauderte sich mit den letzten Gästen der Geburtstagsgesellschaft und ich als "El Präsidente" wartete auf ihn, damit wir gemeinsam in unsere Unterkunft zurücklaufen konnten. Doch diesmal war auch ich so müde, dass es mich auch gleich ins Bett zog.

Um so schwieriger fiel natürlich wieder das Aufstehen, um vorm 8:00 Frühstück wieder angezogen und abreisebereit zu sein. Ich war dann gegen 8:30 erst beim Frühstück und somit von unserer Truppe in der Unterkunft der Letzte - naja, gibt es schlimmeres! Nach der Stärkung ging es dann schon auf den Parkplatz, um nochmal paar schöne Bilder von Jogis Quatschbox zu machen, bevor diese demnächst einen neuen Besitzer findet und so schnell nicht mehr auf den Treffen zu sehen sein wird.

Als wir komplett waren, gings dann ab nach Großenhain auf den Hauptmarkt. Direkt in Reih und Glied standen die LADAs dann vorm Rathaus. Ein LADA 2102 gesellte sich kurz zu uns, fuhr aber leider wieder los. Unsere Führerin zeigte uns wirklich sehr schöne Stellen und Ecken von Großenhain. Wie oft bin ich schon durch diesen Ort gefahren...doch das Zentrum konnte ich erst jetzt bewundern. Viele Häuser sind sehr schön renoviert bzw. saniert worden. Nur wenige waren noch im tristen DDR-Grau bzw. am Verfallen. Auch die Straßen und Fußwege wurden erneuert. Ich war sehr beeindruckt, was Großenhain da vollbracht hat, ebenso das neu aufgebaute "Kulturschloss". Trotz Aufstieg auf den Bergfried-Turm hatten wir leider nicht die perfekte Weitsicht aufgrund des grauen Wetters -> ein erneuter Besuch ist somit fällig!

Leider war auch die Führung viel zu schnell vorbei und somit war auch das nun schon 15. Zabeltitzer LADAtreffen wieder viel zu schnell Geschichte gewesen. Ecki brachte mich noch zum Großenhainer Bahnhof, während einige nochmal zurück zum Bergfried sind zwecks Mittagessen und andere ebenso direkt heim fuhren.
Ich möchte hiermit wieder allen Teilnehmern danken, denn ohne Teilnehmer gibt es kein Treffen. Auch habe ich mich sehr über die Teilnehmer gefreut, die schon lange nicht mehr dabei waren wie bspw. Frank, der ja zu den Mitbegründern des Zabeltitzer LADAtreffens gehört - Wiedersehen macht bekanntlich Freude! Vielen Dank auch an Ecki und Christine für ihren musikalischen Einsatz, der wirklich mal etwas Anderes war!

Ich wünsche allen ein wundervolles LADA-Jahr 2018 und wir sehen uns hoffentlich allerallerspätestens in einem Jahr wieder?!

Mit besten Grüßen
Euer Tamás

Zeitungsartikel der Sächsischen Zeitung online (Stand 26.01.2018): Klick