Roadbooktour Januar 2017

Auch in dieser „Saison“ machte sich wieder jemand die Mühe eine Strecke in der Gegend auszukundschaften, abzufahren und in ein Roadbook umzusetzen. Diesmal waren es Heiko und André alleine, die diesen zeitraubenden Job übernahmen.

Terminfindung war wie immer auch ein Thema, diesmal beschlossen wir, einfach einen Termin zu fixen und fertig. Die Resonanz war nicht riesig, was zwar schade war, aber uns letztlich zu Gute kam.

Mit Spannung verfolgten wir die Wetterprognosen für die betreffende Woche, denn da es in letzter Zeit viel geschneit hatte, konnte es durchaus sein, dass wir den Termin hätten doch absagen müssen. Zu heftiges Tauwetter hätte einen Teil der Strecke schlecht fahrbar gemacht…wir fahren ja alle mit unseren Alltagswagen, die am übernächsten Tag wieder gebraucht werden.

Am Morgen des ausgewählten Fahrtages gab es Puderzuckerschneefall und Bewölkung, ein straffer Wind blies. Über Nacht hatte es noch einmal leicht geschneit…..na mal sehen.

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Gegen zehn am geplanten Treffpunkt gab es erstmal leckere, noch warme Teilchen von Steffens Frau. Klasse Idee….die schmeckten auch fast so gut wie ihre Weihnachtskekse der letzten Jahre ;o) Kurz überlegten wir nun, wie wir vorgehen sollten. Die eine oder andere Passage würde sicherlich etwas tricky werden. Doch da wir immerhin vier Fahrzeuge waren, 3 Niva und der Maverick, beschlossen wir einstimmig, nicht nur die Straßenabschnitte zu fahren, sondern zu versuchen, so weit wie möglich nach Roadbook zu fahren. Im Ernstfall können wir ja immer noch abbrechen. Schaufeln, Gurte und gute Laune hatte bei jeder dabei und so starteten wir circa halb elf in die Strecke.

Die erste Zeit fuhren wir auf Asphalt, fahrerisch nicht schwer aber einige Probleme mit dem Roadbook ließen uns die eine oder andere Ehrenrunde drehen. Nach einem Stündchen Fahrt einigten wir uns auf einen anzusteuernden Treffpunkt, um von dort aus gemeinsam in die ersten verwehten Streckenabschnitte zu starten.

Es ging recht flott voran, die Wege waren zum Teil vor Tagen geräumt und somit gut fahrbar. Manchmal wurde es auf abfälligen Teilstücken glatt, da der Untergrund vereist war. Das verleitete Sebastian zu kleinen Bremsmanövern, die einmal am Stützpfahl eines Bäumchens endeten. Übermut tut selten gut ;o) Die Sache wurde zwar schnell, aber nicht gerade sehr nachhaltig gerichtet und weiter ging es.

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Die Fahrt führte über kleine Sträßchen, Plattenstraßen, Feldwege, Kapstraßen und Wiesenwege. Wo der Wind seine Kraft entfalten konnte, war es teils recht verweht und so blieb es nicht aus, dass man den einen oder anderen Wegverlauf kaum erkennen konnte. Demzufolge natürlich auch nicht die eventuellen Gräben links und rechts der Strecke.
So steckte endlich der Erste fest. Der Kreuzungsbereich mehrerer Feldwege war reichlich eingeschneit und der Vorausfahrende geriet beim Abbiegen mit der Front in den Graben und schaffte es allein nicht raus. Ein bisschen schaufeln, ein Ruck am Gurt und die Fahrt konnte weitergehen.

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Nun wurde es etwas anspruchsvoller. Auf verharschtem Schnee führte die Strecke über mehrere Kilometer auf schwer lokalisierbaren Wegen zwischen endlosen Feldern entlang. Manches Mal ging es nur mit viel Schwung und kleinen Umwegen weiter. Bei einem kurzen Zwischenstopp waren sich alle einig, dass wir dem Roadbook weiter folgen, aber zusammenbleiben, um uns gegenseitig schneller helfen zu können.

Im Laufe des Tages wurde das auch immer mal nötig, denn letztlich fuhr sich jeder mal fest.

Manche Stellen schafften wir auch gut zusammen, zum Beispiel den doch relativ steilen, langen Anstieg an Obstwiesen am Waldrand entlang. Dort legte einer die Spur, in der die folgenden Fahrzeuge dann besser mit Schwung nach oben kamen. Leider ging es dort für einen Niva nicht weiter, in einer Kurve schaffte er es einfach nicht und schob sich immer wieder nach außen.

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Auf einem kleinen Umweg über die Dörfer trafen sich dann alle wieder auf einem schon bekannten Rastplatz. Zum lang Rumstehen hatte aber bei dem kalten Wind keiner so richtig Lust. Außerdem machte das Fahren gerade so richtig Spaß. Wieder stimmten wir uns über das weitere Vorgehen ab, es war mittlerweile schon halb drei. Doch alle wollten fahren…..eine Runde geht noch. Die Streckenbücher wurden beiseite gelegt und die Ortskenner fuhren vorweg, zu einigen weiteren interessanten Stellen.

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Etwas länger zum Bergen brauchten wir dann auf einem doch ziemlich langen Stück über freies Feld, als sich das vorausfahrende Fahrzeug beim Weg bahnen festfuhr. Die verharschte Schneeoberfläche war trügerisch und trug viel weniger als gehofft. Doch mit vereinten Kräften schafften wir den Rückzug und umfuhren das Stück großräumig.

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Es wurden noch ein paar Furten durchquert, die aber ohne Probleme zu durchfahren waren. Spaß macht es dennoch immer wieder.

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Dann gab es noch einen Abstecher unter die Autobahn, ein paar Experimente der Kinder in den Männern folgten.

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Es wurde langsam duster, also begaben wir uns auf den Weg zum Endpunkt des Tages. Aber ein kleines Stück Offroad parallel zur Autobahn sollte noch gehen ;o) Wir kamen mit einer kurzen Unterbrechung auch ziemlich weit, bis dann plötzlich und unerwartet die Wehen doch zu hoch wurden. Die Schaufelorgie dauerte fast bis zum Dunkelwerden.

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Glücklich und ausgelastet fanden sich alle Teilnehmer dann zum gemütlichen Grillen und aufschlußreichem Teileraten zusammen. Die Feuertonne wärmte recht gut und so klang dieser wirklich schöne, aktive Wintertag für alle mit vollem Magen aus.

Wir bedanken uns bei den Erstellern des Roadbooks und bei allen Anwesenden für diesen tollen Tag….endlich mal mit richtig viel Schnee!