Bericht Roadbooktour Silvester 2014

Eine liebgewonnene Tradition des Niva-Stammtisch-Dresden ist es mittlerweile, am Silvestertag eine kleine, feine Roadbooktour zu organisieren.

Dem Aufruf folgten insgesamt 5 Fahrzeuge, beziehungsweise deren Halter plus Beifahrer. Bei zwei Vergaserniva und einem Singlepointer bestanden im Vorfeld auch keinerlei Bedenken, dass ein Fahrzeug liegenbleiben würde....naja, und die beiden wohlwollend tolerierten Fahrer der Fremdfabrikate hatten genügend Offroaderfahrungen um das Ziel zu erreichen.


So trafen wir uns also bei winterlichen Wetterverhältnissen am vereinbarten Startpunkt. Aus den Fehlern vom Vorjahr hatten wir gelernt und setzten den Termin etwas zeitiger an.....denn erfahrungsgemäß gibt es ja immer erst genug zu erzählen, Fahrzeuge wollen begutachtet werden und das "Briefing" sollte auch nicht zu hektisch verlaufen. Schließlich wollen wir weder jemanden unterwegs verlieren, noch kreuz und quer dem Bauer über die Saat rasen.

Und schließlich kosten die vor´m Start anstehenden Geschicklichkeitsprüfungen auch Zeit. So waren diesmal zwei Aufgaben von den Teams zu erfüllen: Vom Fahrer waren zwei an Seilen befestigte Reifen mit dem Fahrzeug so weit zusammenzuziehen, dass sie in einem Abstand von einem Meter zueinander zum Liegen kommen. Es gab jeweils nur einen Versuch, den auch alle mit erstaunlich gutem Augenmaß absolvierten. Als zweite Aufgabe mußte der Beifahrer ein Motorhaubenscharnier vom Niva lösen und demontieren.....das läßt sich nur in einer bestimmten Stellung von der Karosserie entfernen und mit der Stoppuhr im Nacken wird es nicht einfacher.

Nach Verteilung der Roadbücher und eines abzuarbeitendem Aufgabenzettels konnte es endlich mit der Suchfahrt losgehen. Im Abstand von fünf Minuten starteten die Teams. (Das hier nicht namentlich genannte Team, welches gleich am ersten Roadbookbild in die falsche Richtung abbog, konnte seine Rechts-Links-Schwäche im Laufe des restlichen Tages ganz gut in den Griff bekommen ;o) Nun folgte für alle eine wunderbare Fahrt durch´s verschneite Sachsen. Wenig Straßenanteil, dafür viele Feld-und Waldwege, lange Wiesenüberfahrten, holprige Hohlwege und kniffelig-rutschige Auffahrten waren zu meistern. Dabei die Kilometer und die richtige Richtung nicht aus den Augen zu verlieren war das Eine. Die andere Herausforderung war nicht weniger anspuchsvoll. Galt es doch, kleine Aufgaben zu erfüllen und so zu zeigen, dass man den richtigen Weg genommen hatte. Also wie eine Art Checkpointkontrolle. So mußte zum Beispiel auf Baudenkmäler und Biberverbisse geachtet werden. Autobahnunterfahrten wollten gezählt und touristische Infotafeln entdeckt und auf ihren Informationsgehalt durchsucht werden. Gar nicht so einfach, wenn man vom Offroadfahren in wunderschöner Landschaft abgelenkt wird.

Letztendlich erreichten aber alle nach ca. 100km feinster Strecke, mit ungefähr einem Drittel Offroadanteil, den Zielpunkt. Teils im Rallyestil, teils im gemütlichsten Spaziermodus.
Der letzte Tag im Jahr klang dann bei Lagerfeuerromantik, Knüppelkuchen und heißem Punsch aus.

An dieser Stelle noch einmal der Dank an die diesjährigen Organisatoren. Ein stellenweise anpruchsvolles aber trotzdem fehlerfreies Roadbook, super Streckenwahl und auch sonst war an alles gedacht!

Wir freuen uns auf´s nächste Mal!

 

Video zum 2014er Roadbook