Endlich war es wieder so weit! Nach 9 Jahren "Pause" fand endlich wieder ein LADAtreffen im benachbarten Österreich statt. Was 2004 noch eher ein Minitreffen im inoffizellen Sinne mit 4 LADAs (2x Samy, 1x Nova Kombi, 1x Niva) war - siehe Link zu den Bildern - wurde diesmal richtig groß aufgezogen! Doc hwie kam es dazu? Viele gute Ideen entstammen mitunter einer Schnappsidee. So ging es zumindest dem LADAhändler Anton Kores aus Breitenau, der gemeinsam mit LADAmanni und Jogi letztes Jahr zum 14. Internationalen Nivatreffen in den Mammutpark kam und wohl von der Atmosphäre unter so vielen LADAisten angesteckt wurde und meinte, es wird Zeit für ein Treffen in Österreich!!!

Und wie die Zeit doch so schnell vergeht, war das Frühjahr 2013 endlich ran und es folgten wirklich Taten und es blieb nicht bei einer Schnapps- oder doch nur Bieridee. Denn es wurde am Wochenende (26.04. - 28.04.2013) nach Breitenau eingeladen. Dem folgten erstaunlicherweise doch eine gute Zahl an LADAs einschließlich derer, die in Tonis Familie schon am Start sind:

  • 3x 1117
  • 1x 2104
  • 1x 2105
  • 1x 2107
  • 1x 2111
  • 4x 2121 (davon sogar ein Cabrio)
  • 15x 21214 (davon sogar ein Baikal mit verlängertem Heck)
  • 1x 2131
  • 3x 2171 (Priora Kombi)
  • 2x 2172 (Priora Fließheck)

Also kommen nach meinem Gedächtnis aufgezählten Fahrzeugen satte 32 LADAs zusammen! Es könnten aber auch einige fehlen. Aber selbst 32 LADAs sind top für das erste Mal - Gratulation!!! Und es war wirklich international. Die LADAs selber mit russischen Adern. Der Niva Baikal als Umbauvariante des tschechischen Importeurs. Zwei Besucher kubanischen Ursprungs aus der Schweiz mit einem wunderschönroten Niva. Ebenso Rolf aus Serbien und Gregor aus Slowenien sowie ich als Ungarndeutscher/Deutschungar. Man sieht - LADA verbindet die Welt - und das ist auch gut so! Denn nichts ist wichtiger als eine friedliche Verständigung über sämtliche Landesgrenzen hinaus!

Als momentan LADAloser hatte ich mal wieder das Glück, eine Mitfahrgelegenheit zu organisieren, denn Jörg hatte auch Lust, mit seinem Priora Kombi an den Start zu gehen. Für mich endlich mal die Möglichkeit, dieses Modell ein wenig zu beschnuppern und beifahrertechnisch zu testen. Sonst kenne ich das Modell nur vom Anschauen. Freitag ging es dann auch gegen 9:15 endlich los. Vor Aufregung war ich die ganze Nacht wach und kein Anzeichen von Müdigkeit. Da ich mir einen GPS-Logger als neues Spielzeug zugelegt habe, durfte er mal fein die Strecken an dem Wochenende aufzeichnen und mittels Netbook auch als GPS-Maus für die Navigationssoftware dienen. Zusätzlich gab es noch ein zweites NAVI mit leicht veralterter Karte und die gute als Karte auf Papier. Da die Strecke auch keine Hausstrecke war, hatten wir zwar unsere kleinen "immer der Nase nach" Fahrten, aber so hat man landschaftlich paar schicke Ecken gesehen und die Fahrt flutschte bei bestem Sonnenschein. Gegen 18:00 waren wir dann endlich mit voller Freude angekommen! Dank der guten Organisation waren alle wichtigen Aufenthaltspunkte (Werkstatt, Campingplatz, Naturfreundheim, Gasthof, Jausenstation) so eng beeinander, dass man alles zu Fuß erreichen konnte. Deswegen gings dann auch ab zum Abendbrot, wo man die anderen mit begrüßte, offiziell von der ORGA begrüßt wurde und ein deftiges Mahl zu sich nehmen konnte. Und wenn ich sage, es war ausreichend da, dann bin auch ich satt geworden. Es wurde leider zu schnell Zeit, schlafen zu gehen und dennoch konnte ich wieder nicht einschlafen. Diesmal kam noch Gamsis "Verstärkung" dazu, die bis zum Morgen immer für Geräusche sorgte. Jörg konnte sich wenigstens mit Ohrstöpseln helfen :-)

Endlich war es 8:00 am Samstagmorgen und es wurde sich fertig gemacht für den Tag. Beim Frühstück waren wir dann fast die letzten und stärkten uns bei den ersen PS-Gesprächen des Tages. Auch kamen einige Gäste angereist und bauten ihre Schlafstätte auf usw. Während die OFFROAD-LADAisten den Hang bezwangen, ging es kurz nach 10:00 für die ONROADER auf die erste Ausfahrt, die uns zu einem Staudamm in "Klaus" führte. Dort konnte man gut sehen, was das Schmelzwasser aus den Bergen (liegt ja noch teilweise sichtbarer Schnee) am Staudamm auslöst, eine fantastisch anmutende Fontäne. Sowas habe ich noch nicht gesehen. Durch die Weiterfahrt sind wir auch an dem oberen Punkt des Staudammes angelangt und konnten das ganze "von oben" bewundern. Danach ging es weiter über kleine Straßen zurück ins Lager. Dort gab es erstmal im Gasthof Mittagessen zur Stärkung. Der eine und andere hatte sich auch selbst verpflegt. Es zog zwar etwas grauer Himmel auf, aber es blieb trocken. Es konnte also problemlos weitergequatscht werden. Oder es wurde der Hang bezwungen.

Nach 15:00 ging es für die ONROADER weiter zur zweiten geplanten Ausfahrt. Diesmal ging es hinter ins Naturschutzgebiet, wo auch die Straße endet. Eine kleine Ponykutsche kam uns sogar entgegen. Am Straßenende auf dem Parkplatz angekommen, wurden die Autos auch positioniert fürs Shooting. Da es doch ungemütlich windig wurde, ging es wieder zurrück, aber es wurde am Lager vorbeigefahren. Auch diese Strecke war gut ausgesucht. Immer schön auf kleinen Straßen und möglichst keine Ampeln. Währenddessen traf der eine und andere LADAfan ein.

Schnell wurde es wieder Abend und wir fanden uns im Gasthof wieder ein. Dort wurde es nochmals offiziell. Die Veranstalter bedankten sich für die rege Teilnahme, das ordentliche Verhalten, das an den Tag gelegt wurde. Ebenso gab es Teilnehmerurkunden, wo Jogi zu fast jedem Teilnehmer etwas kleines, aber feines sagen konnte. Auch wurde nochmal der neu gegründete "Lada Club Österreich" erwähnt, der noch Mitglieder sucht. Es war ganz schön laut im Raum und ich als Quasselstrippe musste auch die Lautstärke erhöhen. Auch wenns keiner glauben mag, die nächsten Tage musste ich dann doch meine Stimme etwas schonen - wirklich :-) Da es auch eine Tombola gab, wurden super Preise verteilt. Es gab was zum Aufhängen, Anziehen, Lackieren, Schrauben usw. Es war also für jeden was dabei! Nach zwei schlaflosen Nächten ging es für mich zwar etwas später, aber für meine Verhältnisse zeitig genug auf einen neuen Schlafversuch ins Bett. Einige machen sich am Lagerfeuer auf dem Campingplatz gemütlich. Diesmal klappte es einigermaßen besser mit dem Schlafen, denn die Nacht haben wir drei alle geschnarcht :-)

Sonntag ging es dann gestärkt nach dem Frühstück gegen 10:00 leider wieder los gen Heimat. Diesmal vertrauten wir dem anderen Navi und meiner Straßenkarte. Aber da erlebten wir wieder einige Zickzackfahrten. Als dann mein Netbook wieder das machte, wie es sollte, konnten wir anhand meiner neuen Karte wieder ordentlich fahren. In der Tschechischen Republik gings auch nur mit der Straßenkarte. In Prag selber (wir wagten es, zum Nachmittag durchs Zentrum zu fahren) musten wir uns auf ein Navi einigen. Aufgrund der Kartenaktualität einigten wir uns auf Netbook :-) Irgendwann kamen wir auf meine sonstige Hausstrecke (nach/von Ungarn) und dann reichte Kopfarbeit! Immerhin war unsere Rückfahrt eine gute Stunde kürzer als die Hinfahrt. Da ich ja autolos bin, brachte mich Jörg noch zum nahegelegenen Bahnhof, kurzes Treffen mit Vater zwecks Übergabe und dann kam auch schon mein Zug nach Chemnitz. Und wieder war ein Treffenwochenende viel zu schnell vorbei. Man hat wieder viele neue dufte Leute kennengelernt und das nächste LADAtreffen kann kommen - gern auch in Österreich :-) Außerdem freut es mich sehr, dass ein LADAhändler selber ein Treffen auf die Beine gestellt hat und nicht nur Gast war. Ebenso dass der Obmann Markus Gold sich an dem Wochenende Zeit genommen hat für uns und auch ein weiterer österreichischer Händler, der Herr Doifl sowie der Gebietsleiter für Süddeutschland privat jeweils mit Ehefrauf an dem Treffen teilnahmen. Denn nur mit begeisterten Menschen kann die Marke LADA / Avtovaz auch außerhalb der russischen Grenzen weiterleben!

Mit bestem LADAistengruß vom Tamás