Rumänieninitiativgruppe Bautzen e.V.Sie werden sich vielleicht fragen, warum es hier nun auch eine Rubrik mit dem Namen "Hilfsprojekt" gibt. Ich (Tamás) als Student weiß genau, was es heißt, den Cent dreimal umzudrehen, bevor dieser ausgegeben wird. Dennoch bin ich in der glücklichen Lage, ein Dach über dem Kopf sowie regelmäßiges Essen zu haben und die bestmöglichste Unterstützung der Familie zu erhalten, die man sich nur wünschen kann.

 

Doch es gibt auch Kinder und Jugendliche, denen es nicht so gut geht wie mir. Sie haben weder Eltern noch Geschwister oder sind von ihnen getrennt. Sie haben keine oder nur kaum Liebe und familiäre Geborgenheit erfahren dürfen und sie sind in der Gesellschaft schlecht integriert. Dadurch sehen sie für sich keine Zukunftsperspektive. Von welchen Kindern und Jugendlichen ist denn nun die Rede? Hierbei geht es um die Kinder und Jugendlichen des ehemaligen zweitgrößten rumänischen Kinderheims in Cristuru Secuiesc (ungarisch Székelykeresztúr, deutsch Szeklerkreuz) im Bezirk Harghita, welches seit dem 30.06.2002 geschlossen ist und sie seit dem in Wohngruppen in Neubauwohnungen, in Familienhäusern oder bei Pflegeeltern untergebracht sind.

Vor einigen Jahren hatte ich das Glück, zwei Menschen kennen zu lernen, die sich der Jugendsozialarbeit widmen und diesen Kindern vor Ort bestmöglichst helfen. Doch sie sind nicht allein! Mittels den zwei Vereinen (Fehérlófia vor Ort mit tatkräftiger Unterstützung der RIG-Bautzen) wollen sie und andere Mitarbeiter bzw. Vereinsmitglieder den Betroffenen helfen, um sie bestmöglichst in die Gesellschaft zu integrieren und sie auf ihren späteren Weg vorzubereiten. Wie dies im Einzelnen aussieht, kann auf deren Webseiten entnommen werden. Ich möchte Sie darum bitten, sich einfach mal ein paar Minuten Zeit für dieses Thema zu nehmen und sich die Webseiten genauer anzusehen. (Einfach nur auf die beiden Logos klicken.)
Asociatia Fehérlófia
Warum habe ich mir dieses Hilfsprojekt ausgesucht? Ich bin ein großer Individualist und möchte mit den mir wenigen möglichen Mitteln gern diesem von mir über längeren Zeitraum mit großem Interesse verfolgten Projekt helfen. Aufgrund meiner kulturellen Wurzeln fühle ich mich mit den dortigen Menschen verbunden. Auch war ich schon selber in Székelykeresztúr gewesen und habe vor Ort gesehen und auch gespürt, wie dankbar die Kinder sind. Allein die herzliche Begrüßung der Bekannten bei deren Ankunft sprach so einige Bände. Es ist doch so, die Kinder von Heute sind die Zukunft von Morgen. Da die Kinder und Jugendlichen eher den ethnischen Minderheiten (Ungarn und Roma) in Rumänien angehören, soll dies noch lange kein Grund dafür sein, ihnen keine einigermaßen gesicherte Zukunft zu ermöglichen.